Ich fand den Weg er führte fort Ich ging den Pfad dort war kein Ort

Ich liege wach im Bett. Müde, ausgelaugt. Doch schlafen kann ich auch nicht. Ich wälze mich hin und her. Versuche meinen Kopf und meine Gedanken auszuschalten. Nichts hilft. Dann doch der erlösende Schlaf. Doch nach nur ein paar wenigen Stunden werde ich wieder wach. Fest und erholsam ist definitiv was anderes… Seit einiger Zeit schlage ich mich nun damit rum. Ich stecke in der Lernphase für wichtige Klausuren die anstehen. Eine leichte Erkältung habe ich mir auch eingefangen. Könnten Gründe dafür sein… Doch bevor der große Lernstress überhaupt angefangen hat und ich mich noch als „Gesund“ eingeschätzt habe, musste ich mich schon damit herumärgern. Es gibt natürlich auch andere Dinge die mich beschäftigen. Die einen mehr, die anderen weniger. Manches davon aber sogar so sehr, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, es könnte der Grund dafür sein… Aber vielleicht liegt es auch einfach nur an der beschissenen Jahreszeit!

In einer Zeit, wo Social Networks die regelmäßige Kommunikation bestimmen und sich jeder darüber Identifiziert. Eine Zeit, wo Reisen und die Welt sehen nichts besonderes mehr ist, da alle schon alles gesehen haben und überall gewesen sind. Wo jeder sich von allem abheben will um bloß nicht Gewöhnlich zu wirken. Wo der Drang nach Mehr noch nie so groß war wie je zuvor… In genau dieser Zeit, gibt es Jemanden, der sich mit ganz normalen alltäglichen Dingen rumschlagen muss und sich dabei nur eine Frage stellt:

Reicht es, der zu sein der ich bin?

In dieser Welt, wo die Medien so einen starken Einfluss auf uns haben und es denn Anschein hat einfach nur „Normal“ zu sein würde heutzutage nicht mehr ausreichen, sollte sich vielleicht jeder einmal diese Frage stellen.

Mir ist bewusst, dass ich mich eigentlich nicht mit so einem tiefgründigen Scheiß auseinandersetzen sollte, aber Gedanken und Gefühle kann man eben nicht so leicht abstellen. Vielleicht tut es mir aber auch mal gut, mich mit mir selbst und solchen Dingen zu beschäftigen um einfach auch mehr über mich und meine Persönlichkeit herauszufinden. Man (Ich) weiß es nicht. Aber ich werde mal austesten, wo mich dieser Weg hinführt…

YEAR IN YEAR OUT

I’m needing to find some peace of mind
To stop me leaving it all behind
These eyes have seen everything
But I’ll keep looking

It’s time to realise that my head
Is trying to take me down
It’s time to realise that my head
Is trying to push
Trying to push me out

I’m screaming out for help
Months
Years
Nobody hears
I’m screaming out, I’m screaming out
It’s time to realise that my head
Is trying to take me down
I’m screaming out to no-one

I’m astounded still looking for a reason to leave
I’m astounded still looking for a reason to leave

The years I’ve put into everything I have now
The years that I’ve put into I am now

I’m needing to find some peace of mind
To stop me leaving it all behind
These eyes have seen everything
But I’ll keep looking

It’s time to take a step back
Look at my life and
Find a stable place to hide

 

Architects-The Here And Now

A Part Of Mine: Part Two-Free Your Mind

Nun, da ist er endlich. Der erste Beitrag, den ich in der Kategorie actn veröffentliche. Dieser hat es auch durchaus in sich.

Wir schreiben das Jahr 2014. Es ist Winter. Dezember um genau zu sein. Am 17.12. mache ich mich gegen viertel vor elf auf den Weg nach Menden um dort meinen Freund und Bandmate Vanja von der Schule abzuholen. Denn dieser soll mich zur Unterhaltung zu dem bevorstehenden Event begleiten. Quasi auch, um mir ein bisschen die Nervosität zu nehmen. Das funktioniert auch ganz gut. So gegen 12.10 Uhr kommen wir dann an unserem Ziel in Sundern an. Dort werde ich auch schon erwartet. Zielort ist übrigens Tattoostudio Sundern Ink! Dort angekommen, will ich natürlich eben den Sachverhalt klären. Günni, bei dem ich eigentlich tattoowiert werden sollte, sagte dann kurz und knapp zu mir: „Du hast ja kein Problem damit, dass dich Andrei tattoowiert?“ Ich bin erstmal so perplex, dass ich einen Augenblick brauche um zu antworten. Nach einigen Sekunden der Stille erklärt mir Günni, dass Andrei ein Gasttattoowierer aus Russland ist und regelmäßig zu Gast bei Sundern Ink ist um dort zu tattoowieren. Ich dachte mir dann: „Okay, wenn der schon immer regelmäßig da ist, wird er es schon drauf haben!“ Ich muss dazu sagen, dass ich vorher keine Ahnung hatte, dass Andrei da war und ich kannte nicht eine Arbeit von ihm. Nichts desto trotz habe ich dem aber dann zugestimmt. Was sollte auch schon passieren? Einen absoluten Anfänger würde Günni mir da sicher schon nicht vorsetzen. Als Andrei dann anfing alles vorzubereiten war ich aber schon daran interessiert, was Andrei denn bisher schon so alles gemacht hat und bat Günni mir doch ein paar Arbeiten von Andrei zu zeigen. Das klappte aber nicht so ganz und ich musste mich wohl gedulden, bis Andrei mit mir fertig war. Kurz darauf ging es dann auch schon los. Ca. zwei Stunden später war Andrei dann auch fertig und das Resultat konnte sich durchaus sehen lassen. Nach kurzem Smalltalk zum Abschluss gab mir Andrei noch eine Karte von ihm mit Link zu seiner Facebook-Seite. Zuhause angekommen musste ich natürlich dann erstmal abchecken, was Andrei vor mir schon so an Kunst auf die Körper anderer Leute gezaubert hat. Ich war und bin es bis heute noch sehr beeindruckt. Ich werde auf jeden Fall mit Sundern Ink, Günni und Andrei in Kontakt bleiben und ziehe es durchaus in Betracht, mich noch ein weiteres Mal von Andrei tattoowieren zu lassen.

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Bei der Idee des Tattoos wurde ich wieder einmal von einer Band inspiriert und zwar von Northlane und deren absolut epischen Texten, aber da steckt auch viel persönliches drin, was man sicher auf Anhieb nicht erkennen kann. Aber darum geht es ja auch…

Nun, hinter dem neuen Tattoo steckt also auch wieder eine Message die mir persönlich sehr wichtig ist und an die ich mich nun mein Leben lang erinnern und immer wieder erfreuen kann.

https://www.facebook.com/andrei.ratinsky

 

A Part Of Mine

Be proud of the life you´ve created

Dream on, Dreamer-Infinity-Loveless

Eine Textstelle, die ich mir gerne immer wieder ins Gedächtnis rufe. Deshalb läuft das Album auch bei mir rauf und runter. Denn nicht nur dieser Song auf dem Album kann solch epische Lyrik vorweisen. Doch bei dieser Band muss ich von ganz vorne beginnen.

Nicht nur, dass die Band den Post-Hardcore/Metalcore macht, der einfach wie für mich gemacht zu sein scheint. Hinzu kommt, dass der Shouter bzw. Frontmann der Band quasi das Leben lebt, wie ich es gerne leben würde. In jungen Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert um Musik zu machen hat Marcel G. einen schweren aber großen Schritt in Sachen Selbstfindung gemacht. Nach ein paar Jahren Aufenthalt, wurde dann Dream on, Dreamer gegründet. Auf dieser Basis bauen auch seine wirklich absolut großartigen Texte auf. Songs wie „The world in front of me“

We are the ones to full fill our dreams. We’re the storm chasing those lies away 

wo er darüber schreibt, dass man selber alles versuchen muss um seine Träume zu verwirklichen oder „Infinity“

When you feel held down just know in your heart. Life is the chance to prove yourself. 

in dem es darum geht, einfach stolz darauf zu sein wer man ist und was man im Leben schon alles geschafft hat.

Diese Band nimmt jeden Tag auf´s neue einen großen Einfluss auf mich und mein Leben. Und das im mega positiven Sinne. Das war auch der Grund, warum ich mich vor ein paar Tagen, als ich mit meinen Bros in Hamburg unterwegs war, spontan dazu entschlossen habe, mir das Logo des Albums Loveless auf meine rechte Wade tattoowieren zu lassen. Jetzt werde ich jeden Tag an das super feeling dieser Musik erinnert. Und natürlich daran, „BE PROUD OF THE LIFE YOU´VE CREATED“

 

Loveless Tattoo DoD

Loveless Tattoo DoD

myownsummer´14

 

 

1. More Than A Thousand – Vol. 5 Lost At Home

erschienen am: 21.02.14; Genre: Post-Hardcore; Punkte: 7/10

Als Einleitung muss ich natürlich erwähnen, dass das Album bereits im Februar erschienen ist. Aber da man den letzten Winter ja nicht wirklich Winter nennen konnte, durfte auch schon früher vom Sommer geträumt werden. More Than A Thousand verstehen es auf jeden Fall, mit einem guten Opener zu beginnen. Dieser fängt einen direkt ein und verlangt nach mehr. Die Jungs verstehen es auch einfach die richtige Mischung aus Party/Dance und ordentlichen Shout Parts zu vereinen. Der gekonnte Wechsel zieht sich wie ein harmonischer roter Faden durch das Album. Kommt an seinen Vorgänger aber leider nicht vorbei. Betrachtet auf meine Sommerstimmung bzw. die Vorfreude auf den Sommer muss ich sagen, dass Vol 5. Lost At Home so ziemlich alles dabei hat, was man braucht. Schnelle Riffs zum dancen, schöne Gesangparts zum mitsingen und den ein oder anderen Breakdown weil es so schön ist. Nur 7 von 10 Punkten, da ich dem Vorgänger immer noch den Vorrang lassen würde.

2. I Killed The Prom Queen-Beloved

erschienen am: 24.02.2014; Genre: Metalcore; Punkte: 5/10

Die australischen Metalcoregaranten sind nach 6 jähriger Pause zurück auf der Hardcore Bühne. Als ich von der Reunion von IKTPQ hörte schlug mein Herz erstmal Purzelbäume. Zwar nicht für lange, aber waren IKTPQ doch in meiner „Jugend“ eine Band, die ich viel und oft gehört habe. Ein paar Mitglieder wurden ersetzt, was man gerade an dem Shouts auch hört, aber Jamie Hope’s einzigartige Stimme im Shout gibt dem ganzen einen gewissen Charakter. Aber so viel erstmal zum Thema IKTPQ. Nun geht es an die Sommerlaune, die dieses Album vermitteln soll. Jona als Songwriter ist einfach großartig. Hat er auf dieser Platte wieder einmal mehr als unter Beweis gestellt. Aber leider ist Metalcore in dieser Art ein bisschen von meinem Radar verschwunden. Soll also heißen, ich muss bock drauf haben. Wenn die Sonnenstrahlen auf mich einschießen, bin ich sicher nicht abgeneigt mal zwei, drei Tracks von dem Album dran zu machen, aber für mehr wird es wohl leider nicht reichen. Aus diesem Grund gibt es für die „Sommertauglichkeit“ nur 5 von 10 Punkten.

3. Architects-Lost Forever//Lost Together

erschienen am:21.03.14; Genre: Metalcore; Punkte: 10/10

Architects haben es mal wieder geschafft. Nachdem sie mit dem Nachfolger von The Here And Now namens Daybreaker schon eine Schüppe draufsetezen konnten und man schon gedacht hat besser geht es eigentlich nicht mehr, hauen die Jungs mit Lost Forever//Lost Together ein wahres Masterpiece aus dem Sack. Vom ersten bis zum letzten Track merkt man einfach wie diese Jungs im Songwriting gereift sind und wie krass man sich mit der Zeit verändern kann. Gerade Shouter Sam Carter weiß mit seinem Emotionalen Shout wirklich zu überzeugen. Bei den Songs reihen sich nach und nach einfach wirklich große Stücke aneinander. Was man auch zum größtenteil an den Lyrics erkenn kann. Nun, zu der Sommertauglichkeit lässt sich hier einfach nur noch sagen, dass ein Masterpiece einfach zu allem passt. Und deshalb gibt es für dieses Großartige Werk 10 von 10 Punkten.

4. Samy Deluxe-Männlich

erschienen am: 21.03.14; Genre: Hip Hop; Punkte: 1/10

Nun gibt es mal was anderes als immer nur diese Rockmusik. Samy Deluxe habe ich mit in die Liste gepackt, weil ich von seinen Alben SchwarzWeiß und Dis wo ich herkomm wirklich positiv überrascht war. Gerade Songs wie „Musik um durch den Tag zu kommen“ oder „Poesie Album“ sind einfach direkt hängengeblieben und waren und sind einfach Songs die man im Sommer einfach mal dran machen muss. Deshalb kam es gerade recht, das Samy das nächste Album direkt wieder in den Startlöchern hatte. Leider wurde ich von dem Album ziemlich enttäuscht. Sowohl auf den rein musikalischen Aspekt als auch auf die Sommertauglichkeit betrachtet, enttäuscht das Album auf ganzer Linie. Ich weiß nicht, ob Samy versucht hat an seine alten Sachen von Dynamite Deluxe oder die Anfänge von Samy Deluxe zusammen mit den Mainstream zu kombinieren, aber meiner Meinung hat er, egal was er vorgehabt hat, total neben die Stränge geschlagen. Einen Punkt hat das Album dennoch bekommen, da man nicht jeden Song unbedingt sofort weiter skippen möchte.

5. Milow-Silver Linings

erschienen am: 21.03.14; Genre: Pop; Punkte: 4/10

Ich hatte auch schon in der letzten „MyOwnSummer“ Liste ein Album von Milow drin. Und sowohl damals, als auch jetzt, weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Es ist definitiv eine nette Abwechslung und ich war beim ersten Mal hören auch recht positiv überrascht. Doch hielt dieses euphorische Gefühl nicht sehr lange an. Es ist halt irgendwo doch von Lied zu Lied das gleiche. Ich würde es zwar nicht unbedingt als 0815 Kram abstempeln, aber würde ich Jack Johnson, Passenger oder auch Jason Mraz Milow vorziehen. Das Album würde ich dem Genre/Musiker ungefähr zuordnen. Aber all diese Musiker haben was gemeinsam, und das ist ihre Sommertauglichkeit. Auch auf der Silver Linings versteckt sich der ein oder andere Song, den man sich im Sommer sicher gern mal anhören wird. Und deshalb bekommt das Album auch 4 von 10 Punkten.

6. I Heart Sharks-Anthem

erschienen am: 28.03.14; Genre: Indietronic oder so; Punkte: 6/10

I Heart Sharks gehören einem Genre an um das ich normalerweise eher einen Bogen machen würde, aber mit der Zeit bin ich, was Musik angeht, auch sehr tolerant geworden. Als ich dann die Singleauskopplung „To Be Young“ zufällig bei Facebook „entdeckt“  und mich diese schon beim ersten Mal hören direkt umgehauen hat, wurde ich ein bisschen Hellhöriger und ich hielt die Band im Auge. Nach der zweiten Single „The High Rise“ war klar, diese Band wird mich durch den Sommer begleiten. Leider muss ich sagen, dass mich das Album komplett nicht so ganz überzeugt hat. Ein bis zwei Songs sind noch dabei, die in meiner Sommer-Playlist auf gar keinen Fall fehlen dürfen, der Rest ist aber eher etwas, was man im Hintergrund mal hören kann. 6 von 10 Punkte daher, dass die Songs, die mich umgehauen haben, einfach so gut sind, das sie die anderen mehr oder weniger kompensieren.

7. Memphis May Fire-Unconditional

erschienen am: 12.04.14, Genre: Post-Hardcore; Punkte: 4/10

Hier muss ich gestehen, dass ich das Album bisher erst einmal durchgehört habe und somit eine eher subjektive Bewertung abgeben kann. Memphis May Fire ist aber auch eine Band, die mich beim ersten Mal hören eines neuen Albums irgendwie grundsätzlich immer enttäuscht um dann ein halbes Jahr später festzustellen, dass das Album eigentlich doch sehr geil ist. Ich hoffe sehr, dass das bei Unconditional auch noch der Fall sein wird. Mein bisheriger Eindruck ist aber noch sehr durchwachsen. Es gab beim hören keinen Track, der auf irgendeiner Art und Weise hängen geblieben ist. Und genau das ist für mich ein Hauptkriterium, das ein Album für mich Interessant werden lässt und seine Sommertauglichkeit unter Beweis stellt. Ganz aufgeben möchte ich das Album aber noch nicht. Deshalb gibt es „vorläufige“ 4 von 10 Punkte.

8. OK KID-Grundlos-EP

erschienen am: 06.05.2014; Genre: Hip Hop; Punkte: 7/10

OK KID ist eine Band, die ich vor eineinhalb Jahren entdeckt habe. Um genau zu sein, wurden die Jungs mir von einer Freundin gezeigt, die meinte und ich zitiere: “ Entweder feierst du die mega oder du findest die total scheiße“. Damals hatten die Jungs aus Gießen/Köln erst eine Single draußen. Dieser Song hat mich aber ab der ersten Sekunde mega umgehauen. Damals noch weniger Follower bei Facebook hielt ich die Jungs mega im Auge. Was sich auch absolut gelohnt hat. In die Tracks danach musste ich mich zwar reinhören, aber ein paar Monate später erschien das Album, welches von vorne bis hinten eine absolute Bereicherung für den Hip Hop und allgemein für deutschsprachige Musik darstellt. Nun kam gut ein Jahr später die EP Grundlos von den Jungs raus, die quasi Konzept-mäßig an den Vorgänger anknüpfen soll. Fünf weitere Songs, die leider nicht zu 100% überzeugen konnten. Drei von den fünf Songs sind wieder der absolute Hit, aber die anderen zwei sind einfach nicht so mein Ding. Sommertauglich alle mal, aber eben nicht um meine Stimmung aufrecht zu erhalten. Eigentlich hätte das Ding durch die drei wirklich gelungenen Songs 8 von 10 Punkte verdient, aber bei einer Scheibe mit fünf Songs, wovon drei nur richtig überzeugen kann – leider einen Punkt Abzug.

9. Being As An Ocean-How We Both Wondrously Perish

erschienen am: 06.05.2014; Genre: Melodic Hardcore; Punkte: 8/10

Melodic Hardcore ist für mich wirklich eine Musikrichtung, in die mich sehr, sehr lange reinhören musste. Anfangs konnte ich mit diesem Genre auch absolut nichts anfangen. Ein Freund von mir versuchte mir auch immer wieder über einen langen Zeitraum dieses Schmackhaft zu machen. Ich bin froh, dass er immer dran geblieben ist. Denn je mehr ich mich mit diesem Genre auseinander gesetzt habe und auch immer noch auseinander setze, desto mehr realisiere ich die Genialität und Emotionalität die hinter dem ganzen steckt. Grundsätzlich bin ich auch erst richtig aufmerksam auf Bands wie Hundreth, Being As An Ocean, Acres, usw. gekommen, als ich mich mit deren Lyrics auseinander gesetzt habe. Mehr und mehr habe ich Geschmack an diesem Genre gefunden und da war es einfach ein Muss, das neue BAAO Album zu kaufen. Auf Schallplatte versteht sich. Zur Sommertauglichkeit muss ich allerdings sagen, dass der Vorgänger wohl eher dazu geeignet wäre, obwohl ich den Nachfolger allgemein gesehen besser finde. Aber auf dem Dear G-D sind die Songs einfach noch… ich kann es irgendwie gerade nicht in Worten erklären. Und das sollte schon einiges sagen. Nichts desto trotz hat auch das neue Album so seine Hits für den Sommer und deshalb 8 von 10 Punkten.

10. Coldplay-Ghost Stories

erschienen am: 16.05.2014Genre: Pop; Punkte: 0/10

Das erste, was ich mich gefragt habe als ich das Album hörte war: Spielen die Typen ihre Instrumente eigentlich noch selber oder machen die mittlerweile einfach all ihre Songs am PC?! Das, was auf den ersten Alben geile Gitarren und schöne Piano Klänge waren, sind heute irgendwelche elektronisch eingespielten oder erstellten Sachen, die einfach Scheiße sind. Von den absoluten geilen Sound der ersten drei wirklich grandiosen Alben ist so mit der Zeit einiges verloren gegangen, doch wer auf der Ghost Stories danach sucht, sucht vergebens. Wenn man sich anstrengt, ist vielleicht hier und da mal der leichte Klang von Gitarrensaiten zu hören, doch dieser wird auch rasch wieder von elektronischen Firlefanz übertüncht. Dem einzigen Song, dem ich noch ein bisschen was abgewinnen kann, ist A Sky Full Of Stars und das, obwohl der mit Avicii ist, den ich normalerweise auch abgrundtief scheiße finde. Ich denke, das sagt dann auch schon einiges über das Album aus. Betrachtet auf die Sommertauglichkeit kann man nur sagen, aus Mist kann man nun mal kein Gold machen.

11. Bury Tomorrow-Runes

erschienen am: 26.05.2014; Genre: Metalcore; Punkte: 6/10

Bury Tomorrow war eine ganze Zeit lang meine unangefochtene Lieblingsband, doch wie bei jeder anderen Band auch, merkt man beim dritten Album eine deutliche Entwicklung in der Musik. Das kann gut sein, doch in den meisten Fällen sind damit oft Enttäuschungen verbunden. Ausnahmen wie Architects bestätigen die Regel. Nun muss ich halt direkt sagen, dass mich das neue Bury Tomorrow wirklich ein wenig enttäuscht hat. Nicht so viel, wie ich beim ersten Mal hören angenommen habe, doch merke ich doch schon einen deutlichen Rückgang der Anzahl an „Abspielungen“ in meinem Itunes Player oder auf dem Ipod. Es ist abzuwarten, was sich in Zukunft mit der Band noch tut, doch betrachte ich die Sommertauglichkeit, so würde ich dem Album eine 5 geben. Aber die Platte hat einfach einen Punkt für den Bury Tomorrow Bonus verdient.

12. Slaves-Through Art We Are All Equals

erschienen am: 12.07.2014; Genre: Post-Hardcore; Punkte: 9/10

Slaves ist die neue Band von Jonny Craig, die ich nachträglich noch mit in die Liste packen wollte und damit auch die ganze Aktion beenden werde. Jonny Craig ist für mich einer der besten Sänger, der zu diesem Zeitpunkt auf diesem Planeten wandelt. Alles was er macht verwandelt sich in Gold. Doch in Slaves hat er nun wohl endlich seine Perfektion gefunden. In seiner Vergangenheit hat er viele Fehler begangen, die er in dem Album versucht zu verarbeiten. Und das mit großem Erfolg. Denn man merkt der Platte vom ersten Track an an, wie viele Emotionen in diesen liegt. Das zieht sich durch die ganze Platte durch. Ohne Shouts sind auch die ein oder anderen „heftigen“ Parts dabei, die dem ganzen die Krone aufsetzt. Für mich ist diese Platte locker unter den besten 10 Alben, die dieses Jahr schon erschienen sind und wird sich mit Sicherheit auch nach weiteren Alben, die noch kommen werden, da mit einreihen. Zur Sommertauglichkeit kann ich nur sagen, dass Jonny Craigs Stimme einfach zu jeder Situation passt, aber er sich mit dem Album die Messlatte für zukünftige Sachen schon enorm hoch gelegt hat.